Predigt und Gottesdienstablauf zum 7.3.2021 (Sonntag Okuli)

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  • Erstellungsdatum 6. März 2021
  • Zuletzt aktualisiert 6. März 2021

Predigt und Gottesdienstablauf zum 7.3.2021 (Sonntag Okuli)

Sonntag Okuli, 7.3.2021

Die Aufnahme aus der Kirche ist ab Sonntagnachmittag

auf dem YouTube-Kanal der Gemeinde zu finden.

Der Eingangspsalm und die Lesungen finden sich im Gesangbuch unter der Nummer 026.

 

Im Namen des Vaters und des Sohnes + und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Eingangslied: ELKG 62,1-4

1          Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld / der Welt und ihrer Kinder;

es geht und büßet in Geduld / die Sünden aller Sünder;

es geht dahin, wird matt und krank, / ergibt sich auf die Würgebank,

entsaget allen Freuden,

es nimmet an Schmach, Hohn und Spott, / Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod

und spricht: “Ich wills gern leiden.”

2          Das Lämmlein ist der große Freund / und Heiland meiner Seelen.

Den, den hat Gott zum Sündenfeind / und Sühner wollen wählen:
“Geh hin, mein Kind, und nimm dich an / der Kinder, die ich ausgetan

zur Straf und Zornesruten;

die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, / du kannst und sollst sie machen los

durch Sterben und durch Bluten.”

3          “Ja, Vater, ja von Herzensgrund, /            leg auf, ich will dirs tragen;

mein Wollen hängt an deinem Mund, / mein Wirken ist dein Sagen.”

O Wunderlieb, o Liebesmacht, / du kannst – was nie kein Mensch gedacht –

Gott seinen Sohn abzwingen.

O Liebe, Liebe, du bist stark, / du streckest den in Grab und Sarg,

vor dem die Felsen springen.

4          Mein Lebetage will ich dich / aus meinem Sinn nicht lassen,

dich will ich stets, gleich wie du mich, / mit Liebesarmen fassen.

Du sollst sein meines Herzens Licht, / und wenn mein Herz in Stücke bricht,

sollst du mein Herze bleiben;

Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, / hiermit zu deinem Eigentum

beständiglich verschreiben.

 

 

Rüstgebet

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Wir kommen zum Gottesdienst, um miteinander Gottes Wort zu hören und ihn im Gebet und Loblied anzurufen. Wir gedenken dabei unserer Unwürdigkeit und bekennen vor Gott, dass wir gesündigt haben mit Gedanken, Worten und Werken, auch aus eigener Kraft uns von unserm sündigen Wesen nicht erlösen können. Darum nehmen wir Zuflucht zu der unergründlichen Barmherzigkeit Gottes, unsers himmlischen Vaters, begehren Gnade um Christi willen und sprechen: Gott, sei mir Sünder gnädig.

 

Evangelium steht beim Evangelisten Lukas im 9. Kapitel (Verse 57-62):

Als sie auf dem Wege waren, sprach einer zu Jesus: Ich will dir folgen, wohin du gehst. Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege. Und er sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: Herr, erlaube mir, daß ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. Aber Jesus sprach zu ihm: Laß die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes! Und ein andrer sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, daß ich Abschied nehme von denen, die in meinem Haus sind. Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen, Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, unseren Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

 

Lied  Komm und Sing I,148

Oculi nostri ad Dominum Jesum, / oculi nostri ad Dominum nostrum.

(Deutsch: Unsere Augen seh'n auf den Herrn Jesus, unsere Augen sehn auf unsern Herren.)

 

Predigt: Epheser 5,1-9

Liebe Schwestern und Brüder,

„Sport ohne Grenzen“, den haben Schüler des Franz-Ludwig-Gymnasiums in Bamberg in den letzten Jahren entdeckt. Es gab immer mehr Menschen in der Stadt, die eine Flucht hinter sich hatten, und die Schüler wollten aktiv werden. Sie nahmen Kontakt auf zu Jugendlichen in ihrem Alter, die unbegleitet gekommen waren, ohne Familie. In Dreierteams organisierten sie ein Jahr lang gemeinsame Sportprojekte und schließlich ein großes Sportfest über alle Kulturgrenzen hinweg.

Das war nicht nur ein Freizeitengagement, sondern ein Schulprojekt. In der Vorbereitung haben sich die Schüler intensiv mit den Gründen befasst, warum Menschen fliehen, aber auch damit, wie man sich über die Unterschiede hinweg auf Augenhöhe begegnen und verstehen lernen kann. „Service Learning“ nennt sich dieses Konzept, oder auf Deutsch „Lernen durch Engagement“.

„Lernen durch Engagement“, so könnte man auch das nennen, was Paulus den Christen in Ephesus aufgibt, und wozu ganz ähnlich auch die eigene Vorbereitung und Einstellung gehört:

     So folgt nun Gottes Beispiel als die geliebten Kinder und lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch.

Von Unzucht aber und jeder Art Unreinheit oder Habsucht soll bei euch nicht einmal die Rede sein, wie es sich für die Heiligen gehört. Auch schandbare und närrische oder lose Reden stehen euch nicht an, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, daß kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger – das sind Götzendiener – ein Erbteil hat im Reich Christi und Gottes. Laßt euch von niemandem verführen mit leeren Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams. Darum seid nicht ihre Mitgenossen.

 Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Der Apostel sagt, das Leben als Christ ist Lernen von einem Vorbild und Lernen durch Tun. Ja, wir haben ein Vorbild. Gott ist zu uns gekommen über den Abstand hinweg, der uns von ihm trennte. Er ist Mensch geworden in seinem Sohn, um uns auf Augenhöhe zu begegnen. Er hat seine Zeit und seine Kraft für uns geopfert – seine ganze Lebenszeit, rund 30 Jahre, und seine ganze Lebenskraft.

Auch für ihn war das ein Lernen, heißt es im Hebräerbrief. Er hat dabei Gehorsam gelernt. Gehorsam gegen den Willen des Vaters, der uns Menschen durch dieses Engagement Familienanschluss geben will mit Brüdern und Schwestern in der Gemeinde und eine bleibende Heimat. Und er will, dass wir dadurch verstehen lernen, was er uns in seiner Liebe damit sagen will, dass wir die Sprache seiner Liebe lernen.

Unsere Aufgabe als Christen ist nun, dass wir nach seinem Beispiel lernen, in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit zu leben. Das sollen wir lernen durch Tun. Dazu kann ehrenamtlicher Einsatz für andere gehören im Sport mit jungen Leuten; Arbeit mit minderjährigen Müttern oder im betreuten Wohnen für Jugendliche, die mit dem Alltagsleben schwer zurechtkommen; und die Pflegeberufe. Dazu gehören Geldspenden für die Mission und die Diakonie. Aber es geht nicht nur um Projekte, die in den Medien oder im Gemeindebrief erscheinen, es geht um den Umgang mit unseren Mitmenschen im Alltag. Es geht darum, wem unsere Zeit und unsere Kraft gehört. Ist das etwas, das wir nur für uns haben, oder ist es uns von Gott für unsere Mitmenschen gegeben?

Und es geht darum, wen Gott mit seinem Hilfsprojekt durch seinen Sohn erreichen will. Um Jesus herum sehen wir in den Berichten der Evangelisten Geldgierige, Prostituierte, ungebildete Arbeiter, Ehebrecher, Diebe und am Kar­ freitag einen Mörder, Barabbas. In der Gemeinde in Jerusalem und in Rom, Korinth und Ephesus sehen wir neben wohlhabenden Geschäftsleuten genau solche Leute. Und doch schreibt Paulus diesen Gemeinden, „so sollt ihr nicht leben.“ Wie passt das zusammen?

Es passt zusammen, weil es um das Lernen von unserem Vorbild geht, von Christus. Das ist ein anderes Lernen, als Jakobus, Maria, Lazarus oder Zachäus es von den Pharisäern kannten, die als Lehrer auftraten, die immer ein Auge auf die anderen hatten, um zu sehen, ob die alles richtig machen, und sich selbst für Vorbilder hielten. Das ist pharisäisch und nicht christlich.

Christlich ist ein Leben zuerst mit beiden Augen auf Christus. Der heutige Sonntag hat seinen Namen von dem lateinischen Wort für „Augen“, „oculi“, wie es im Eingangspsalm heißt: „Meine Augen sehen stets auf den Herrn“. Und mit diesem Blick auf Christus sollen wir dann mit einem Auge auf uns selbst gucken. Ich bin ja nicht fertig mit Lernen, wenn ich mich an die Corona-Kontaktregeln halte, mit der Steuer und der Versicherung ehrlich bin, keine Ehe breche, meine Grenzen beim Alkohol kenne und nicht über andere lästere. Das ist die äußere Unkrautbekämpfung, die immer wieder sein muss. Aber damit fängt die Kleinarbeit erst an, die die anderen nicht sehen: die Arbeit daran, wie ich über andere denke, welche Phantasien ich in meinem Herzen wachsen lasse und wem meine Zeit, meine Kraft und mein Geld gehören. Ich versuche mal, mit meinen Worten zu sagen, was Paulus hier schreibt:

Von Affären, Pornographie und Geldgier soll bei euch nicht einmal die Rede sein, wie es sich für Heilige gehört. Ihr sollt nichts sagen, was andere herabsetzt, nicht dumm daherreden und keine zweideutigen Witze machen. Das ist nicht angemessen! Dank soll man von euch hören für das, was ihr habt, und was andere beitragen zur Gemeinschaft im Ort und in der Gemeinde. Denn das sollt ihr wissen: Keiner,  der schamlos ist, der mit wechselnden Partnern das Bett teilt oder nur hinter dem Geld her ist, hat einen Platz in Gottes Reich. Lasst euch da nichts vormachen mit irgendwelchen Argumenten. Denn all das zieht auf die Ungehorsamen den Zorn Gottes herab. Deshalb macht da nicht mit.

Das ist eine sehr deutliche Sprache. Ich kann verstehen, wenn einer sagt: Ich tue mir das nicht an. Wo so geredet wird, gehe ich nicht mehr hin. Aber bekämpfen wir Unkraut anderswo nicht selbstverständlich, im Garten, oder die Viren im Computer? Und es macht einen großen Unterschied, ob es mein Herr Christus ist, der mir so ins Gewissen redet, oder ein Mitmensch, der über mich urteilt. Deshalb zeigen uns die Evangelisten und Apostel, welche Art von Menschen bei Jesus und in den ersten Gemeinden zu finden waren. Das sind ja die, die er uns selbst in dem Gleichnis von dem großen Fest zeigt, wo die zuerst Eingeladenen sich zu gut waren zu erscheinen. Und es ist sehr tröstlich. Denn wenn da bei uns Arbeit zu tun ist, äußerlich oder innerlich, dann sind wir bei Christus und in der Gemeinde an der richtigen Adresse – genauso, wie jeder, von dem wir vielleicht denken, er müsste an sich arbeiten; und wo wir uns nur freuen können, wenn er hier mit uns sitzt, wenn ihm die Ohren und das Herz aufgehen für die Sprache der Liebe Gottes, die auch aus diesem Abschnitt im Epheserbrief klingt. Und es ist tröstlich, weil wir alles das, wo wir vielleicht gerade heimlich gezuckt haben, unter dem Kreuz loswerden.

Denn was Paulus hier sagt, ist keine Anweisung für einen Türsteher, wen er reinlassen und wen er wegschicken soll. „Ihr wart früher Finsternis,“ sagt er, „nun aber seid ihr Licht in dem Herrn.“ Entscheidend ist nicht, wie weit ihr mit eurer Unkrautbekämpfung seid. (Ein Christ macht wohl auch die umgekehrte Erfahrung, dass er mehr Sünde entdeckt, je mehr er sich an diese Arbeit macht.) Das Entscheidende ist, dass ihr mit eurer Taufe Gottes Kinder geworden seid. Sonst wäre es ja zwecklos, zu anderen so zu reden, wie Paulus es hier tut. Der Sünde an die Wurzel gehen kann nur der, der mit Gott lebt. Ja, was Paulus hier schreibt, richtet sich an Christen.

Genauso tröstlich aber ist etwas, das wir aus den Evangelien wissen. An einer Stelle sollen nämlich genau diese Dinge doch zur Sprache kommen: Im Gespräch zwischen mir und meinem Gott; ob das nun im Gebet vor dem Einschlafen ist, im Vaterunser mit der Bitte um Vergebung unserer Schuld im Auto unterwegs, oder in der gemeinsamen Beichte mit der Gemeinde. Und Martin Luther hatte die Idee, dass es auch sichtbar wird: als er seine erste deutsche Gottesdienstordnung schrieb, hat er vorgesehen, dass sich zum Beginn der Abendmahlsfeier alle im Altarraum sammeln, die zum Tisch des Herrn kommen wollen. So würde man sehen, wer sein Leben ändern will. Nicht, damit die anderen denken, „was macht der (oder die) denn da vorne“. Sondern „wenn der sich ändern will, dann will ich's auch.“ Dann aber, wenn wir die Vergebung haben, ist bei Gott keine Rede mehr von der Geldgier, den losen Reden, der Unzucht (wie es in Luthers Übersetzung heißt) oder was es sonst bei uns gegeben haben mag. Vergeben ist – vergeben.

Das ist die immer neue Unkrautbekämpfung, das ist die Vorbereitung dazu, dass wir anderen auf Augenhöhe begegnen: Als Mitmenschen, die Gott genauso viel wert sind wie wir, die genauso auf seine Vergebung angewiesen sind und denen er sie genauso unverdient anbietet. Die Welt braucht Menschen, die lernen, in lauter Gerechtigkeit, Güte und Wahrheit zu leben. Wo sind die wenn nicht hier?

Das aber lernen wir durch Engagement für sein Projekt der Liebe zu den Menschen. Das Wunderbare ist, dass wir selbst dabei ganz reichlich von ihr leben können. Damit aber wird unser Leben zu einem „Christsein ohne Grenzen“: Ohne Grenzen an unserer Schwachheit, weil es nicht nur um die großen oder sichtbaren Projekte geht. Ohne Grenzen an unserer Sünde, weil Christus die immer wieder wegräumt. Ohne Grenzen zum anderen Menschen, weil wir in diesem Projekt zusammengehören. Und ohne Grenzen zwischen uns und unserem Gott, denn die hat Christus beseitigt. Amen.

 

Lied nach der Predigt: Komm und Sing III,513,1-4

1     Sehet doch die Spuren eures Meisters, eures Herrn!

Folget diesen Spuren eures Meisters, eures Herrn!

Folgt dem Lamm, folgt dem Lamm!

Folgt dem Lamme, das den Opferweg nicht scheut!

2     Sehe, seine Spuren führen weg von Gottes Thron!

Vom geliebten Herzen seines Vaters geht der Sohn

wie ein Lamm, wie ein Lamm.

Als ein Lamm erwählt der Herr den Kreuzesweg.

3     Findet seine Lammesspur nun unter seinem Volk!

Mitten unter seinen Menschen wandelt unser Gott

als ein Lamm. Als ein Lamm

wurde er in allem seinen Brüdern gleich.

4     Seine Spuren auf der Erde enden an dem Kreuz.

Dort wird unser König festgenagelt und erhöht.

Seht das Lamm! Seht, das Lamm

führt zum Herzen Gottes uns durch das Kreuz.

 

Allgemeines Kirchengebet

Wir bitten dich, Herr, gedenke an deine Kriche, die hier auf der Erde im Kampf ist. Gib allen, die im Dienst deiner Kirche stehen, deine himmlische Gnade und mache sie tüchtig, ihre Pflichten recht zu erfüllen. Gib allen Pastoren und Seelsorgern Mut und Weisheit, dein heiliges Wort unvermischt und rein zu verkündigen, ohne Angst vor den Menschen und ohne sich selbst damit hervorzutun. Mache sie zu treuen Verwaltern über das Geheimnis deiner Gnade. Lass alle, die dich suchen, Freude an deinem Wort und Sakrament finden und gib ihnen den Trost des Heiligen Geistes. Schenke deiner ganzen Kirche Einigkeit und Frieden. Bewahre und stärke, die deshalb unter Druck gesetzt, verfolgt und vertrieben werden, weil sie sich als Christen zu dir bekennen. Behüte die ungeborenen Kinder und die zu früh geborenen. Segne die Bemühungen der Ärzte für die, die krank und in Behandlung sind, gib Heilung, wo es dein Wille ist, und Hoffnung über dieses Leben hinaus für alle, die einsam, verzweifelt und angefochten sind.

Erbarme dich über uns in der Pandemie. Lass die Bemühungen der Regierungen und der Ärzte Erfolg haben, dass das Virus sich nicht weiter ausbreitet. Gib, dass die Schulen und die Wirtschaft wieder so laufen können, wie es gut ist. Gib, dass in diesem Wahljahr Männer und Frauen die Macht bekommen, die ihre Verantwortung vor dir kennen und danach leben.

Lass uns in der Gemeinde gerade in dieser Zeit untereinander und mit dir verbunden bleiben im Glauben und im Gebet.

Miteinander und füreinander beten wir:

Vaterunser

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

 

Segen

Der Herr segne uns und behüte uns.

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns + und gebe uns Frieden.

 

Schlusslied: Komm und SIng I,156

1     Viele Wege gibt es auf dieser Welt, / doch einen nur können wir geh'n.

Und die Frage, die sich mir dadurch stellt, / ist, welchen Weg ich nehm'.

Soll ich den Weg gehen, der mir gefällt? / Such ich einen, der mir recht bequem?

Doch nicht, was ich denke und wünsche, zählt, / wie er führt, will ich geh'n.

Refr.: Weise mir, Herr, deinen Weg, / daß ich wandle in deiner Wahrheit.

Laß mich's erkennen, o Herr, und bekennen, daß du nie einen Fehler machst.

Weise mir, Herr, deinen Weg, / daß ich wandle in deiner Wahrheit.

Und alle Dinge, die ich hier beginne, möcht ich, daß du, Herr, überwachst.

2     Manche Frage stellt sich im Leben mir, / doch fehlt oft die Antwort dazu.

Und ich frage Freunde, frag' dort und hier / und forsche ohne Ruh'!

Es bleibt vieles, was keine Antwort hat, / bleibt vieles, was rätselhaft ist.

Darum frag ich Gott, meinen Herrn, um Rat / und bet' zu Jesus Christ.

Refrain

3     Laßt uns immer handeln nach Jesu Sinn, / so wie es die Bibel uns sagt.

Unser Weg führt nur dann zum Himmel hin, / wenn man nach Jesus fragt.

Überall soll er unser Hirte sein. / ganz gleich, ob man über uns lacht.
Wenn er bei uns ist, sind wir nie allein, / am Tag und in der Nacht!

Refrain

 

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Abkündigungen

Am Mittwoch wird herzlich zur Passionsandacht um 19:30 h eingeladen.

Vorkonfirmanden- und Konfirmandenunterricht finden am Donnerstag wie gewohnt statt (per Video).

Wir sammeln heute die Kollekte für die Aufgaben und Verpflichtungen der Immanuels­gemeinde.

Wochenvers: „Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.“ (Lukas 9,62)