Predigt und Gottesdienstablauf zum 27.12.2020 (Luk. 2,25-38)

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  • Zuletzt aktualisiert 26. Dezember 2020

Predigt und Gottesdienstablauf zum 27.12.2020 (Luk. 2,25-38)

Sonntag nach Weihnachten, 27.12.2020

Für diesen Gottesdienst zuhause mag man eine Kerze anzünden.

Für das Fürbitt-Gebet nach der Predigt könnten 5 weitere Kerzen bereitgestellt werden, die nacheinander für die angezündet werden, für die gebetet wird.

Die Liednummern beziehen sich auf das Evangelische-Lutherische Kirchengesangbuch.

 

Im Namen des Vaters und des Sohnes + und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied zu Beginn: 32,1 (Eigene Melodie oder „O daß ich tausend Zungen hätte“)

1    Dies ist die Nacht, da mir erschienen / des großen Gottes Freundlichkeit;
das Kind, dem alle Engel dienen, / bringt Licht in meine Dunkelheit,

und dieses Welt- und Himmelslicht / weicht hunderttausend Sonnen nicht.

Eingangsgebet

Heiliger und gerechter Gott, wir kommen an diesem Morgen vor dich. Du weißt, wie es in uns aussieht, was wir an Freude und Dankbarkeit im Herzen haben, aber auch an unausgeräumter Schuld, an Versuchung, an Zweifel und Angst. Wir bekennen dir unsere Sünde, wo wir dich nicht über alle Dinge geliebt haben, wo wir unseren Nächsten nicht geliebt haben wie uns selbst. Wir bitten dich: Sei uns gnädig um deines Sohnes willen, der für uns Mensch geworden ist, um sich unsere Schuld anrechnen zu lassen und dafür zu sterben. Mach unser Herz von deiner Liebe hell und hilf uns, in deinem Licht zu leben. Wir loben dich in dieser  Weihnachtszeit mit den Engelchören durch Jesus Christus, unseren Herrn und Heiland.

 

32,2

versäume nicht den Gnadenschein;   /   Laß dich erleuchten, meine Seele,

der Glanz in dieser kleinen Höhle / streckt sich in alle Welt hinein;

er treibet weg der Höllen Macht, / der Sünden und des Kreuzes Nacht.

 

Gnadenzuspruch

Der allmächtige Gott hat sich unser erbarmt, seinen eigenen Sohn für unsere Sünde in den Tod gegeben und um seinetwillen uns verziehen, auch allen denen, die an seinen Namen glauben, Macht gegeben, Gottes Kinder zu werden, und ihnen seinen heiligen Geist verheißen. Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden. Das verleihe Gott uns allen. Amen.

 

32,3

In diesem Lichte kannst du sehen / das Licht der klaren Seligkeit;

wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, / vielleicht noch in gar kurzer Zeit,

wird dieses Licht mit seinem Schein / dein Himmel und dein Alles sein.

 

Einleitung: Das Licht Gottes in der Welt

Wir denken in diesem Gottesdienst an Menschen, die nicht im Schein­ werferlicht stehen, die auf der dunklen Seite des Lebens sind. Der König David, der als Kind und als junger Mann oft in Lebensgefahr war, spricht im 27. Psalm:

Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen? (Ps 27,1)

Und der Prophet Jesaja kündigt mit diesen Worten die Geburt des Retters an, die wir am Weihnachtsfest feiern:

Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. (Jes. 9,1)

Es beginnt hell zu werden mit der Ankündigung der Geburt des Täufers Johannes. Von ihm singt sein Vater Zacharias:

Du, Kindlein, wirst dem Herrn vorangehen, daß du seinen Weg bereitest und Erkenntnis des Heils gebest seinem Volk in der Vergebung ihrer Sünden, durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, durch die uns besucht das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes. (Luk. 1,76-79)

 

Lied 18,1-3

1    Der Tag der ist so freudenreich / aller Kreature;

denn Gottes Sohn vom Himmelreich / über die Nature

von einer Jungfrau ist geborn.

Maria, du bist auserkorn, / daß du Mutter wärest.

Was geschah so wundergleich? / Gottes Sohn vom Himmelreich,

der ist Mensch geboren.

 

2    Ein Kindelein so löbelich / ist uns geboren heute

von einer Jungrau säuberlich, / zu  Trost uns armen Leuten.
Wär uns das Kindlein nicht geborn, / so wärn wir all zumal verlorn;
das Heil ist unser aller.

Ei du süßer Jesu Christ, / daß du Mensch geboren bist!

Behüt uns vor der Hölle.

 

3    Groß Wunderding sich bald begab, / wie uns die Schrift tut melden:

ein Engel kam vom Himmel herab / zu'n Hirten auf dem Felde.

Ein großes Licht sie da umfing

der Engel Gottes zu ihn' ging, / verkündt ihn' neue Märe*,

daß zu Bethlehem in der Stadt / ein Jungfrau den geboren hat,

der aller Heiland wäre.                                                                                               *Mär = Bericht

 

Alttestamentliche Lesung Jesaja 49,13-16

Hört in der alttestamentlichen Lesung zum Sonntag nach dem Christfest aus dem Jesajabuch im 49. Kapitel, wie der Herr antwortet auf die Not, wo Menschen denken, er hat sie vergessen – Gott spricht zu seinem Volk wie wie ein Liebhaber zur Zeit des Propheten, der sich den Namen der geliebten Frau in die Hand tätowiert hat:

Jauchzet, ihr Himmel; freue dich, Erde! Lobet, ihr Berge mit Jauchzen! Denn der Herr hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Elenden.

Zion aber sprach: Der Herr hat mich verlassen, der Herr hat meiner vergessen. Kann auch ein Weib ihre Kindleins vergessen, daß sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie seiner vergäße, so will ich doch deiner nicht vergessen. Siehe, in die Hände habe ich dich gezeichnet; deine Mauern sind immerdar vor mir.

 

Lied  32,5

Drum, Jesu, schöne Weihnachtssonne, / bestrahle mich mit deiner Gunst;

dein Licht sei meine Weihnachtswonne / und lehre mich die Weihnachtskunst,

wie ich im Lichte wandeln soll / und sei des Weihnachtsglanzes voll.

 

 

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen, Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, unseren Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

 

Predigt zu Lukas 2,25-38:

Und siehe, ein Mensch war in Jerusalem mit Namen Simeon; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels, und der Heilige Geist war auf ihm. Und ihm war vom Heiligen Geist geweissagt worden, er sollte den Tod nicht sehen, er habe denn zuvor den Christus des Herrn gesehen. Und er kam vom Geist geführt in den Tempel. Und als die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, um mit ihm zu tun, wie es Brauch ist nach dem Gesetz, da nahm er ihn auf seine Arme und lobte Gott und sprach: Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, das Heil, das du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und zum Preis deines Volkes Israel. Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich über das, was von ihm gesagt wurde. Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass viele in Israel fallen und viele aufstehen, und ist bestimmt zu einem Zeichen, dem widersprochen wird – und auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen –, damit aus vielen Herzen die Gedanken offenbar werden. Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuëls, aus dem Stamm Asser. Sie war hochbetagt. Nach ihrer Jungfrauschaft hatte sie sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt und war nun eine Witwe von vierundachtzig Jahren; die wich nicht vom Tempel und diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Die trat auch hinzu zu derselben Stunde und pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.

Liebe Leser, liebe Gemeinde,

Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt.

ab Ende November wird es hell. In unseren Dörfern und Städten wird die Außenbeleuchtung angebracht; an privaten Häusern ebenso wie an den Laternen­ masten und in den Fenstern der Läden. Vieles davon ist sehr kreativ. Und während es jeden Tag etwas eher dunkel wird, ist es, als ob jeden Tag etwas mehr Licht die Dunkelheit durchdringt. Als ob von dem letzten Sonntag im Kirchenjahr, dem Ewigkeitssonntag, Licht hineinströmt ins neue Kirchenjahr, in die dunklen Seiten dieser Welt und unseres Lebens.

Von der Ewigkeit her strömt Licht in unser Dunkel. Der erste Satz, den Gott spricht, als er die Welt schafft, ist: „Es werde Licht.“ Wir brauchen Licht zum Leben, und so setzt Gott die Sonne und den Mond und die Sterne an den Himmel, damit wir nicht im Dunkeln sind.

Der Mensch aber hat das Dunkel gewählt. Das Geheimnisvolle, Verlockende, das doch gegen Gottes Gebot war. Er hat sich von dem abgewandt, der das Leben ist, und hat sein eigenes Verderben gewählt. Das nennt die heilige Schrift Sünde oder Vergehen. Die Folge davon ist, dass der Tod in diese Welt gekommen ist.

Doch Gott hat den Menschen nicht ohne Hoffnung gelassen. Wie Lichter aus der Ewigkeit sind die Zusagen, die er seinem Volk gibt: das Leben fern von Gott soll nicht euer Schicksal sein. Ihr sollt nicht blind den Kräften des Bösen ausgeliefert bleiben. Immer wieder legt er den Propheten so ein Wort in den Mund, immer deutlicher kündigen sie es an: ein Nachkomme Davids soll geboren werden, von einer Jungfrau, also nicht von einem menschlichen Vater. In Bethlehem soll er zur Welt kommen. Unsere Krankheit und unsere Schuld soll er auf sich laden. Er soll unser Friede sein.

Doch dann vergeht eine lange Zeit. 400 Jahre lang nach dem Auftreten Maleachis, des letzten Propheten im Alten Testament, schickt Gott keinen Boten mehr. Sein Volk aber wartet. Die Frommen, die Gottes Wort lesen, lassen Gott mit seinem Versprechen nicht los. Er hat es gesagt, er muss es erfüllen!

So ringen diese beiden in ihrem Leben mit Gott, Simeon und Hanna. Sprechen die Ankündigungen nach, als Bitte und als Bekenntnis. Beten sich hinein in dieses Licht. Suchen immer wieder seinen Schein, wenn ein lieber Mensch um sie herum stirbt. Wenn es Streit gibt. Wenn sie sehen, wie die Armen leiden, die zum Tempel kommen und kaum genug Geld haben für ein Dankopfer, weil sie von der Hand in den Mund leben.

Von Hanna heißt es, sie wich nicht vom Tempel, Tag und Nacht. Ich habe das immer so verstanden, dass sie auch dort schläft, vielleicht in einem der Abstellräume auf etwas Stroh mit einer einfachen Decke drüber. Ja, so stelle ich sie mir vor: Nichts anderes ist für sie mehr wichtig als dies eine: der Retter, der kommen soll.

Und es kann wohl nicht anders sein, als dass sie und Simeon sich immer wieder begegnet sind, wo sie beide um dies eine beten, wo man immer laut betet. Es kann nicht anders sein, als dass Simeon ihr erzählt hat, welche Gewissheit Gott ihm gegeben hat: seine Augen werden den Retter sehen, bevor er sie in dieser Welt schließt.

Und dann kommen Maria und Joseph mit dem neugeborenen Kind, ihrem ersten Sohn. Joseph, der Handwerker, das sieht man ihm an. Mit wenig Geld, Leute, für die als Ersatz für das Opferschaf zwei Tauben vorgesehen waren. Und Simeon ist da, Gott lässt ihn gerade an diesem Tag, gerade in diesem Moment da sein. Und er erkennt, was seine alten Augen nur noch trübe sehen, mit den Augen des Glaubens: Dieses Baby ist der Retter. Da kommt die alte Hanna dazu, und beide werden zu Predigern für Maria und Joseph, mit einer Predigt, in der es nur um einen geht: Den Sohn der Maria, der zugleich der Sohn Gottes ist. Und das Lied nach der Predigt singt von dem Heil, das Gott für sein Volk vorbereitet hat und das nun bereit ist, ein Licht zur erleuchten die Heiden, das heißt die anderen Völker alle, und zum Preis des Volkes Israel. Ja, zum Preis, den von nun an soll die ganze Welt diese Botschaft hören: Euch ist der Heiland geboren. Und wer es hört und glaubt, wird Gott preisen für dieses besondere Volk, in dem er zur Welt kommt.

Denn dieses Kind ist der, der 30 Jahre später denen, die es hören wollen, sagt: Ich bin das Licht der Welt. Er sagt es dem Blindgeborenen, dessen Leben er neu macht und der Ehebrecherin, der er vergibt. Er lässt es den Armen, den Verfolgten, den Verzweifelten und Einsamen in dieser Welt sagen, denen, die den Tod vor Augen haben. Er macht uns Christen zum Licht in dieser Welt, deren Herz hell wird von seiner Gnade und seiner Liebe und überstrahlt auf die Menschen, mit denen sie zu tun haben.

Weihnachten ist das Lichterfest, heißt es manchmal. Das ist mir zu wenig. Das klingt nach kaum mehr als einem schön erleuchteten Wintermarkt in normalen Jahren. Weihnachten ist die Feier der Geburt des einen, der von sich sagt: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben (Joh 8,12). Noch manche Nacht wird auf menschliches Leid und menschliche Schuld fallen, aber mit der Geburt seines Sohnes schließt der himmllische Vater die Tür zum Paradies auf, dass durch sei das herrliche Licht der Ewigkeit in unser Dunkel scheint. in diesem Licht sehen wir den Retter der Welt. Und wie Simeon ihn im Tempel mit seinen eigenen Augen gesehen hat, sollen wir ihn in Ewigkeit sehen. Gott sagt es uns zu. Und lässt uns so in Frieden gehen in die letzten Tage dieses Kalenderjahres und in den Jahreswechsel. Das Licht seiner Gnade mache auch dein Leben hell. Amen.

Dieser Friede, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus zum ewigen Leben. Amen.

 

Lied 22, 1+3-5

1    Wir Christenleut / habn jetzund Freud, / weil uns zu Trost Christus ist Mensch geboren,

hat uns erlöst. / Wer sich des tröst' / und glaubet fest, soll nicht werden verloren.

 

3    Die Sünd mach Leid; / Christus bringt Freud, / weil er zu uns in diese Welt ist kommen.

Mit uns ist Gott / in dieser Not: / Wer ist, der jetzt uns Christen kann verdammen?

 

4    Drum sag ich Dank / mit meim Gesang / Christus dem Herrn, der uns zugut Mensch worden.

Daß wir durch ihn / nun all los sind / von Sündenlast und unträglichen Bürden.

 

5    Halleluja, / gelobt sei Gott! / Singen wir all aus unsers Herzens Grund.

Denn Gott hat heut / gemacht solch Freud, / der wir vergessen solln zu keiner Stunde.

 

Fürbittgebet

in 5 Teilen, jeweils mit dem Anzünden einer Kerze:

(1) Wir denken an die Menschen, die arm sind wie Maria und Joseph, die für die Geburt des Sohnes Gottes nur ein Armeleuteopfer im Tempel bringen konnten; wir denken an die, die dieses Jahr ihre wirtschaftliche Existenz verloren haben; die, die mit ihrer Arbeit über viele Jahre sich kaum etwas aufbauen können; die Langzeitarbeitslosen; die Obdachlosen in unseren Städten; die Flüchtlinge, die dieses Jahr auf dem Weg über und um das Mittelmeer alles zurückgelassen haben und die, die dabei ums Leben gekommen sind:

Wir zünden eine Kerze an für die Armen in dieser Welt.

(2) Wir denken an die Eltern, die ein Kind vor der Geburt verloren haben; Menschen, die unheilbar krank sind; die, die den Tod vor sich sehen, und wir denken an die größte Not: im Tod ohne den Sohn Gottes zu sein, der allein die Angst überwinden und vom ewigen Tod retten kann.

Wir zünden eine Kerze an für die, die die Macht des Todes erfahren.

(3) Wir denken an die, die dieses Jahr ganz viel gegeben haben als Pflegekräfte und Ärzte, in der Forschung und in der Politik, um die Ausbreitung der Pandemie zu verhindern; an die Lehrer an den Schulen, in der Berufsausbildung und an den Universitäten, die den Lehrbetrieb und schwierigen Bedingungen weiter­ geführt haben.

Wir zünden eine Kerze an für die, die ihre Kraft geben zum Schutz und zur Rettung aller.

 

(4) Wir denken an die, die vereinsamt sind in diesem Jahr, denen die menschlichen Kontakte fehlen; an die, die nicht zu ihren Angehörigen können; an die Jungen und Älteren, die keine Freunde haben; an die Kinder, deren Eltern sich getrennt haben, und an die, die das Zerbrechen einer Liebesbeziehung erleiden, an die, die wegen ihres christlichen Glaubens verfolgt werden und getrennt sind von ihren Familien und Gemeinden.

Wir zünden eine Kerze an für die einsamen Menschen.

(5) Wir denken an die Kirchenleitungen, die Pastoren und alle Mitarbeiter, die Trost geben sollen und ihn selbst nötig haben, die Verantwortung haben für Gottesdienste, aber auch für den Schutz der Menschen, die zusammenkommen; die den Auftrag haben, das Wort zu verkündigen und die Sakramente zu spenden.

Wir zünden eine Kerze an für Gottes Mitarbeiter in seinem Reich.

Für sie, für uns selbst und für diese Welt beten wir, wie Christus uns gelehrt hat:

Vaterunser

 

Im 4. Psalm betet der König David:

Viele sagen: »Wer wird uns Gutes sehen lassen?« HERR, laß leuchten über uns das Licht deines Antlitzes! (Psalm 4,7)

 

Segen

Der Herr segne uns und behüte uns,

der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,

der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden. Amen.

 

Schlusslied (= Hauptlied) 25

Halleluja [12 x]

1    Freuet euch, ihr Christen alle, / freue sich, wer immer kann; / Gott hat viel an uns getan.

Freuet euch mit großem Schalle, / daß er uns so hoch geacht', / sich mit uns befreundt gemacht.

Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide.

Wonne, Wonne, über Wonne: Christus ist die Gnadensonne.

 

2    Siehe, siehe, meine Seele, / wie dein Heiland kommt zu dir, / brennt in Liebe für uns für,

daß er in der Krippen Höhle / harte lieget dir zugut, / dich zu lösen durch sein Blut.

Freude, Freude über Freude ...

 

3    Jesu, wie soll ich dir danken! /  Ich bekenne, daß von dir / meine Seligkeit herrühr;

so laß mich von dir nicht wanken; / nimm mich dir zu eigen hin, / so empfindet Herz und Sinn

Freude, Freude, über Freude …

 

4    Jesu, nimm dich deiner Glieder

ferner noch in Gnaden an; / schenke, was man bitten kann, / zu erquicken deine Brüder;

gib der ganzen Christenschar / Frieden und ein seligs Jahr. / Freude, Freude über Freude …

 

Halleluja [12 x]

*  *  *  *  *  *  *