Gottesdienst zum 12.7.2020 (Predigt zu Lukas 5,1-11)

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  • Zuletzt aktualisiert 12. Juli 2020

Gottesdienst zum 12.7.2020 (Predigt zu Lukas 5,1-11)

Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Eingangslied: CoSi II,212

      Lobe den Herrn, meine Seele / und seinen heiligen Namen.

      Was er dir Gutes getan hat: / Seele, vergiss es nicht, Amen.

      Lobe, lobe den Herrn, / lobe den Herrn, meine Seele.

      Lobe, lobe den Herrn, / lobe den Herrn, meine Seele.

1    Der meine Sünde vergeben hat, / der mich von Krankheit gesund gemacht,

den will ich preisen / mit Psalmen und Weisen,

von Herzen ihm ewiglich singen:

Lobe den Herrn, meine Seele

2    Der mich im Leiden getröstet hat, / der meinen Mund wieder fröhlich macht,

den will ich preisen / mit Psalmen und Weisen,

von Herzen ihm ewiglich singen:

Lobe den Herrn, meine Seele

 

3    Der mich vom Tode errettet hat, / der mich behütet bei Tag und Nacht,

den will ich preisen / mit Psalmen und Weisen

von Herzen ihm ewiglich singen:

Lobe den Herrn, meine Seele

4    Der Erd und Himmel zusammenhält, / unter sein göttliches Jawort stellt,

den will ich preisen / mit Psalmen und Weisen,

von Herzen ihm ewiglich singen:
Lobe den Herrn, meine Seele

 

Rüstgebet

Unsere Hilfe kommt von Gott, dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Gott ist heilig, allmächtig und allwissend. Er kennt unser Leben. Vor ihm ist nichts verborgen. Er weiß, wo wir Gutes nicht getan haben und wo wir Böses gedacht, gesagt und getan haben. Er weiß, wo wir ihn und uns untereinander nicht so vollkommen geliebt haben wie er uns liebt. Er weißauch, wo wir der Versuchung zur Sünde nachgegeben haben. Aber weil er uns zu sich ruft, weil er uns gnädig sein will durch seinen Sohn Jesus Christus bekennen wir: Wir sind schuldig vor dir, unser Gott. Aber weil dein Sohn unsere Schuld auf sich genommen und die Strafe dafür gelitten hat, bitten wir dich: Sei uns sündigen Menschen gnädig.

Der allmächtige Gott erbarme sich unser; er vergebe uns unsere Sünde und führe uns zum ewigen Leben. Amen.

Nimm unsere Sünde weg, Herr, und gib uns, dass wir mit reinem Herzen und reinen Lippen diesen Gottesdienst feiern und dich preisen. Durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen.

 

Kollektengebet

Allmächtiger Gott, du rufst Menschen in deinen Dienst und vollbringst durch sie dein Werk auf Erden: wir bitten dich, öffne uns Ohren und Herzen, dass wir deinem Ruf gehorchen und dem nachfolgen, den du gesandt hast: unserm Herrn Jesus Christus, deinem Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

 

Alttestamentliche Lesung

Die alttestamentliche Lesung zum 5. Sonntag nach Trinitatis steht im 1. Buch Mose im 12. Kapitel: [1]

Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden. Da zog Abram aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte. (1. Mose 12,1-4a)

 

Hauptlied: 206,1-2

1    Preis, Lob und Dank sei Gott dem Herren, / der seiner Menschen Jammer wehrt

und sammelt draus zu seinen Ehren / sich eine ew'ge Kirch auf Erd,

die er von Anfang schön erbauet / als seine auserwählte Stadt,

die allezeit auf ihn vertrauet / und tröst' sich solcher großen Gnad.

 

2    Der Heilig Geist darin regieret, / hat seine Hüter eingesetzt;

die wachen stets, wie sich's gebühret, / dass Gottes Haus sei unverletzt;

die führn das Predigtamt darinnen / und zeigen an das ewig Licht;

darin wir Bürgerrecht gewinnen / durch Glauben, Lieb und Zuversicht.

 

Evangelium

Das heilige Evangelium steht beim Evangelisten Lukas im 5. Kapitel:

Es begab sich aber, als sich die Menge zu Jesus drängte, um das Wort Gottes zu hören, da stand er am See Genezareth und sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus. Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus! Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen. Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische, und ihre Netze begannen zu reißen. Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und mit ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, so daßsie fast sanken. Als das Simon Petrus sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch. Denn ein Schrecken hatte ihn erfaßt und alle, die bei ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten, ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen. Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach. (Lukas 5,1-11)

 

 

 

Lied (Fortsetzung): 206,3-5

3    Die recht in dieser Kirche wohnen, / die werden in Gott selig sein;

des Todes Flut wird sie verschonen, / denn Gottes Arche schließt sie ein.

Für sie ist Christi Blut vergossen, / das sie im Glauben nehmen an,

und werden Gottes Hausgenossen, / sind ihm auch willig untertan.

 

4       Obwohl die Pforten offen stehen / und hell das Licht des Tage scheint,

kann doch hinein nicht jeder gehen, / zu sein mit Gott dem Herrn vereint.

Es ist kein Weg, denn nur der Glaube / an Jesus Christus, unsern Herrn;

wer den nicht geht, mußdraußen bleiben, / weil* er sich hier nicht will bekehrn.                                                    (*weil = solange)

 

5    Also wird nun Gottes Gemeine / gepflegt, erhalten in der Zeit;

Gott, unser Hort, schützt sie alleine / und segnet sie in Ewigkeit.

Auch nach dem Tod will er ihr geben / aus Christi Wohltat, Füll und Gnad

das ewig freudenreiche Leben. / Das gib auch uns, Herr unser Gott!

 

Predigt zum Evangelium

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Liebe Schwester, lieber Bruder, stell dir vor, du sitzt in einer Klassenarbeit. Die Schüler unter uns haben das für dieses Schuljahr hinter sich, ein Glück. Für die Älteren ist das länger her. Aber wir kennen das alle. Und nun stell dir vor, du gibst dir echt Mühe, aber du kriegst nichts Vernünftiges aufs Papier, und die Zeit läuft. Und dann kommt Jesus, und mit einem Mal klappt es wie am Schnürchen. Dir fallen Sachen ein, die du nicht mal gelernt hast. Alles passt, du wirst fertig –besser hätte es gar nicht laufen können.

Für die Zuschauer sieht es vielleicht so aus, als ob Petrus genau das passiert ist. Die ganze Nacht gearbeitet, nichts erreicht mit seinem Boot und seinem Fischernetz, dann kommt Jesus, spricht zu den Leuten, und dann sagt er: „Probiert's noch mal.“Und –ein Riesenfang! Toll, oder? Heute würde man's mit dem Handy filmen, das wäre sofort auf YouTube und hätte zigtausend Klicks. Und Petrus wäre weltbekannt.

Aber wie geht es Petrus wirklich? Nichts von einem Super-Gefühl. Kein lauter Jubel –obwohl er sonst ein spontaner Typ ist. Petrus bricht zusammen. Was ist da los?

Das ist da los, liebe Schwestern und Brüder: Der lebendige Gott steht vor ihm. In Fleisch und Blut. Der heilige, allmächtige Gott. Von dem es im Alten Testament heißt, dass niemand ihn sehen kann. Petrus hat Jesus reden hören, die heilige Schrift hat er ausgelegt –mit einer Autorität, wie sie nur Gottes Wort selber hat. Und er hat etwas getan, was nur der Schöpfer tun kann: Er hat die Natur gelenkt mit diesem Fischfang.

Das ist jetzt das dritte Mal, dass Petrus so etwas mit Jesus erlebt. Das erste Mal war im Gottesdienst. Da hat er einen Menschen freigemacht, der „fremdbestimmt“war von etwas Bösem. Das zweite Mal war's bei Petrus zuhause. Da hat er seine Schwiegermutter gesund gemacht. Und jetzt dieser große Fang –das kann kein Zufall sein.

Und Petrus weißjetzt, warum er nicht müde gelächelt hat, als Jesus gesagt hat, „Fahrt noch mal aufs tiefe Wasser raus.“Müde genug war er nach der Nacht, und ernstnehmen konnte man so etwas normalerweise nicht. Die Zeit zum Fische-fangen ist nachts oder in der Dämmerung, nicht tagsüber, wenn es heißist.

Aber er hat nichtmüde gelächelt. Zumindest für sich selbst hat er gesprochen und gesagt: Ich tue das, was du sagst. Und indem er das tut, merkt er: Gott ist mir so nahe, dass ich ihn reden höre, dass ich ihn sehen und mit der Hand anfassen kann.

Das macht ihm Angst. WeilPetrus an Gott glaubt. Weiler die heilige Schrift kennt. Deshalb merkt er, er hat es mit dem lebendigen Gott zu tun. Er bricht zusammen. Denn mit einem Mal hat er das Gefühl, der sieht direkt in sein Herz. Sein Leben liegt wie ein offenes Buch da. Mit allem, was darin rot angestrichen ist. Und er kann sich nicht verstecken. „Ich halt's nicht aus in deiner Nähe, sagt er.“

Wem Gott egal ist, wer nicht glaubt, dass Gott uns zu sagen hat, wie wir leben und uns verhalten sollen, der glaubtnicht. Wer aber glaubt, dass er Gottes Anspruch nicht erfüllen kann, der hat Glauben. Deshalb, liebe Schwester, lieber Bruder, gibt es das: Von Gott wegwollen, weil man glaubt. Nicht zur Kirche kommen, nicht zum Gottesdienst, weil man denkt, ich schaffe das nicht, so zu werden. Von da ist es nicht weit bis zu dem Schluss, dass die die hingehen, Heuchler sind. Die tun so, als wären sie eben doch gut genug: „Pharisäer!“

Aber das ist nur ein Teil vom Glauben. Bei dem man sich selbst sozusagen aufgibt. Den zweiten lernt Petrus jetzt. Jesus,der Sohn Gottes, gibt ihnnicht auf. „Fürchte dich nicht“, sagt er. Ich bin nicht gekommen, um dir dein schlechtes Zeugnis zu bringen. Was meinst du, warum ich zu dir ins Boot gestiegen bin? Warum ich wollte, dass du hier bei mir sitzt und jedes Wort hörst? Warum du dieses tolle Erlebnis mit dem Fischfang haben solltest? Damit du glaubst, dass ich schenke, was du nicht verdienst. Das tolle Erlebnis kannst du deinen Kindern erzählen und Lukas, dem Evangelisten, der soll's aufschreiben. Aber was du behaltensollst, ist dies: weil dunicht in die Gegenwart des lebendigen, heiligen Gottes kommen kannst, kommt erzu dir.Was du nicht aushalten kannst, hält er aus.

Dabei hast du mit einem recht: Was unheilig ist, kann in seiner Gegenwart nicht bleiben. Und das andere sage ich dir jetzt: das Unheilige nehme ich dir ab.

Noch ein viertes Erlebnis kam für Petrus dazu. Nachdem Jesus auferstanden ist vom Tod. Die Jünger haben ihre alte Arbeit als Fischer wieder aufgenommen. Und nichts gefangen. Bis ihnen eine Stimme vom Ufer sagt, sie sollen noch einmal aufs tiefe Wasser hinausfahren. Noch einmal machen sie einen großen Fang. Da denkt Petrus an diesen Tag zurück. Nur dieses Mal will er nicht von Jesus weg, er will zu ihm hin. Er springt über Bord und schwimmt, weil er's nicht mehr abwarten kann. Dabei weißer dieses Mal ganz genau, was ihn von Jesus trennt: Er hat öffentlich gesagt, dass er nicht zu Jesus gehört. Dass er nicht sein Jünger ist.

Aber nun ist sein Glaube so weit, dass er weiß: Damit kann er nirgendwo hin als zu Jesus. Egal, was der mit ihm tun wird. Und Jesus macht ihn nicht fertig. Er fragt ihn nur, „hast du mich lieb?“Er legt ihm das Bekenntnis neu in den Mund. Petrus braucht nur noch zu sagen: „Du weißt es.“

Diesen Petrus, liebe Gemeinde, hat Jesus losgeschickt. Von dem haben's viele erfahren, dass wir so einen Gott haben, der den Sünder sucht, selbst den, der vor ihm wegläuft. Der ihm die Sünde abnimmt. Und der jedem befreiten Sünder aufträgt, im Alltag das zu tun, was uns sein Wort sagt. Denn in seinem Wort ist der lebendige, heilige Gott bei dir, der dich liebhat, der dich rettet.

Und wie reagieren wir? Lächeln wir müde, weil wir zu erschöpft sind? Oder weil man über so eine Botschaft nur lachen kann? Christus gibt Grund zum Lachen. Und Kraft zum Leben mit ihm. Und die Worte, es anderen zu sagen, wo sie uns fragen. Wie viele von denen, die heute in die Schule gehen, haben noch eine Verbindung mit der Kirche? Wie viele von deinen Mitstudenten, Arbeitskollegen, Geschäftspartnern oder Freunden? Auch sie will Gott bei sich haben. Deswegen ruft er Leute, die seine Zeugen sind mit ihrem Leben. Und er sucht solche, die Pastoren werden oder ihm in der Mission und der Diakonie dienen. Er sucht Leute, die dafür beten und mit ihren Mitteln dazu beitragen. Denn er will einen großen Fang machen. Mit uns. Amen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus zum ewigen Leben. Amen.

 

 

Lied n.d. Predigt: CoSi I,99

Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes, des Heiligen Geistes empfangen

und werdet meine Zeugen sein, und werdet meine Zeugen sein,

meine Zeugen, meine Zeugen sein.

Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes, des Heiligen Geistes empfangen.

 

Allg. Kirchengebet

Wir beten für uns selbst, für unsere Gemeinde und für die ganze Kirche Gottes.

Allmächtiger, ewiger Gott, du hast deinen Sohn Jesus Christus geschickt, dass er Mensch wird, dass er unsere Schuld auf sich nimmt, die Strafe dafür am Kreuz trägt und für uns stirbt.

Du hast ihn vom Tod wieder auferweckt. Wir danken dir, dass wir durch ihn Vergebung der Sünde haben und ewiges Leben. Lass uns dadurch im Glauben und in der Liebe wachsen. Gib denen Weisheit und ein klares Bekenntnis, die berufen sind, die Kirche zu leiten. Segne alle Mitarbeiter unserer Lutherischen Kirchenmission und den Missionsdirektor. Segne ihre Arbeit hier in Deutschland, in Brasilien, in Südafrika, in Mosambik und überall, wohin sie gerufen werden. Gib Arbeit für deine Ernte. Gib, dass sich junge Leute aus unserer Mitte rufen lassen, um dir als Pastoren und Pastoralreferentinnen zu dienen.

Wir beten für alle, die in ihrer Taufe oder ihrer Konfirmation dem Teufel und all seinem Werk und Wesen entsagt und sich dem dreieinigen Gott ergeben haben:

Wir danken dir, lieber Vater, dass der Bund, den du mit uns geschlossen hast, auf deiner Seite fest besteht. Hilf uns und allen, zu dir zurückzukehren, die in ihrer Konfirmation einmal Treue zum Gottesdienst und zu deiner Kirche versprochen haben. Erhalte uns dadurch im Glauben, solange wir leben.

Wir beten für unser Land und für die ganze Welt:

Allmächtiger Gott, Herr des Himmels und der Erde, wir danken dir für alle guten Regierungen und für alle guten Ordnungen.

Gib uns Freude am Leben in dieser Welt. Hilf, dass wir uns für die Menschen und unsere Gesellschaft einsetzen; für die Ehe und die Familie, für Gerechtigkeit und dafür, dass alle Menschen versorgt sind. Lass uns auch erkennen, wo das Denken und Handeln um uns herum, das auch uns beeinflusst, gegen deinen Willen ist. Hilf uns, dass wir uns an deinem Wort ausrichten. Lass uns und unsere Kinder und Enkel christliche Ehepartner finden nach deinem Willen.

Wir beten für unsere Familien, für Eltern und Kinder:

Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass du jeden von uns wunderbar gemacht hast. Lass Eltern und Kinder sich gut verstehen, lass Geschwister gut miteinander auskommen, hilf du, dass die, die verheiratet sind, zusammen bleiben und in Liebe immer wieder zueinander finden.

Gib, dass die, die einen lieben Partner gefunden haben, sich von dir in der Ehe verbinden lassen unter deinem Segen.

Wir beten für die, die uns besonders am Herzen liegen, für die wir Verantwortung haben, auch für unsere Patenkinder und unsere Paten.

[ GEBETSSTILLE ]

Gott möge uns die Ruhe geben, auf ihn zu hören; uns für sein Wort empfänglich machen, am Sonntag und im Alltag.

Und wir beten weiter mit Gebetsanliegen aus unserer Mitte:

Lieber Gott, wir sorgen uns um alle Gemeindeglieder, die nicht mehr zum Gottesdienst kommen. Schicke deinen heiligen Geist, dass er in ihnen wirke und ihr Glaube gestärkt werde.

Wir bitten um ein gutes Miteinander in der Gemeinde, dass wir uns in gegenseitigem Respekt begegnen und behandeln, dass wir die Liebe, mit der du uns liebst, an andere weitergeben können.

Herr, erbarme dich. Sei nah den Menschen mit Depressionen und psychischen Leiden. Wir beten für die Flüchtlinge in unserem Land, dass sie eine Zukunftsperspektive finden mögen; dass sie hier in Deutschland nicht noch mehr Traumata durch die ablehnende Haltung einiger Menschen erleben müssen. Mach du uns auch bereit zu helfen.

Lass die, die als Christen in ihrer Heimat Verfolgung zu fürchten haben, hier den Schutz erhalten, den unsere Verfassung festschreibt. Lass unsere Kirchglieder und Gemeindeglieder, die aus dem Iran, aus Afghanistan und aus anderen Ländern stammen, bei uns eine bleibende geistliche Heimat finden. Schütze ihre Angehörigen in ihren Heimatländern.

Herr, wir haben in dieser Welt keine bleibende Heimat. Gib, dass wir miteinander auf dem Weg bleiben und am Ende gemeinsam mit allen, die an dich glauben, in unser himmlisches Zuhause kommen. Amen.

 

Vaterunser

 

Segen

Der Herr segne uns und behüte uns.

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden.

 

 

Schlusslied: 257,1-3

1    Halt im Gedächtnis Jesus Christ, / o Mensch, der auf die Erden

vom Thron des Himmels kommen ist, / dein Bruder da zu werden;

vergiß nicht, daß er dir zugut / hat angenommen Fleisch und Blut;

dank ihm für diese Liebe.

 

2    Halt im Gedächtnis Jesus Christ, / der für dich hat gelitten,

ja gar am Kreuz gestorben ist / und dadurch hat bestritten

Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod / und dich erlöst aus aller Not;

dank ihm für dies Liebe!

 

3    Halt im Gedächtnis Jesus Christ, / der auch am dritten Tage

siegreich vom Tod erstanden ist, / befreit von Not und Plage.

Bedenke, daß er Fried gemacht, / sein Unschuld Leben wiederbracht;

dank ihm für diese Liebe.

 

(Daniel Schmidt, P.)

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